Was ist Video on Demand?

Video on Demand ist über die letzten Jahre zur wichtigsten Variante geworden, Filme und Serien zu genießen. Der Service wird ausschließlich über einen Internetanbieter bereitgestellt und macht Sie beim Anschauen Ihrer liebsten Medien komplett unabhängig vom Fernsehprogramm oder dem Kauf von DVDs oder Blurays. Dass sich Video on Demand in seiner heutigen Form als Service durchsetzen konnte, ist der Einführung des Internets und den stetig wachsenden Bandbreiten und Geschwindigkeiten zu verdanken. Diese machen es möglich, Spielfilme oder Serien selbst in HD-Qualität in Echtzeit zu streamen und zu einem uneingeschränkten Medienvergnügen am heimischen PC oder mit tragbaren Geräten zu gelangen.

Wie genau funktioniert Video on Demand überhaupt?

Mit Video on Demand ist wortwörtlich die Bereitstellung von Videos oder sonstigen Medienhalten auf Abruf gemeint. Das On-Demand-Prinzip ermöglicht es Film- und Serienfans, nach der Anmeldung bei einem entsprechenden Dienstleister zu jeder Zeit gegen eine geringe Gebühr auf diverse Medien legal zuzugreifen. In den meisten Varianten werden diese zu einem beliebigen Zeitpunkt oder in regelmäßigen Abständen wie zu jeder Viertelstunde über das Internet gestreamt. Alternativ lässt sich die Mediendatei auf die heimische Festplatte herunterladen, was bei einem Internetzugang mit geringen Bandbreiten zu empfehlen ist. Im Unterschied zum Streaming erfolgt die Wiedergabe von Filmen und Serien hiernach nicht in Echtzeit.

Für jedes gestreamte oder heruntergeladene Medium wird dem Nutzer einer VoD-Plattform ein eingeschränktes Nutzungsrecht zugewiesen. Nach dem Download ist die Mediendatei beispielsweise nur für eine vereinbarte Zeitspanne verwendbar, hiernach lässt Sie sich nicht mehr mit der Software des Anbieters öffnen. Dies gilt auch bei Livestreams, für den Zugriff zu einem späteren Zeitpunkt muss erneut eine kleine Gebühr für Film bzw. Serie gezahlt werden. Auch für Fernsehprogramme aus dem In- und Ausland wird auf vielen Webseiten ein On-Demand-Service angeboten. Hierbei kommt allerdings ausschließlich das Betrachten in Echtzeit infrage, ein nachträglicher Download auf die heimische Festplatte wird technisch meist nicht realisiert.

Entwicklung des Video on Demand Angebots im Überblick

Auch wenn das Internet Mitte der 1990er Jahre in Millionen Haushalte hierzulande Einzug hielt, sollte es noch ein Jahrzehnt bis zu den ersten erfolgreichen VoD-Angeboten dauern. Die Übermittlung von Daten über die klassische Telefonleitung bot kaum eine ausreichende Bandbreite, um Filme oder Serien in einer angemessenen Qualität in Echtzeit zu übertragen. Das Betrachten von DVDs über den Computerbildschirm war zu dieser Zeit jedoch ebenso möglich wie das Digitalisieren der Szenen und Abspeichern auf der Festplatte. Das Versenden an andere Nutzer erfolgte ausschließlich via E-Mail oder über Tauschplattformen.

Um das Jahr 2005 herum konnten sich erste Streamingdienste etablieren, selbiges galt für kostenlose Videoplattformen für private Nutzer wie YouTube. Bis zum Jahr 2010 kam es zu einem regelrechten Boom der VoD-Anbieter, um Film- und Serienfreunden durch legale Angebote mit einer immer besseren Qualität ein uneingeschränktes Zugreifen auf aktuelle und traditionsreiche Filme und Serien zu ermöglichen. Seit 2010 steigen die Umsatzraten der VoD-Anbieter nicht mehr so rapide wie in den Vorjahren, das Interesse am Video on Demand ist jedoch weiterhin in großem Umfang gegeben. Auch für die Zukunft sind neue Impulse in Deutschland zu erwarten, z. B. durch Mediatheken diverser Fernsehsender.