Internetverbindung für Video on Demand

Dass Video on Demand zu einer Alternative zu DVDs und Blurays werden konnte, ist der Ausbreitung des Internets mit immer größeren Bandbreiten zu verdanken. Doch nicht jeder Internetanschluss ist gleichermaßen geeignet, Filme und Serien in Echtzeit zu streamen und somit das klassische VoD zu nutzen.

Wie schnell sollte die Internetverbindung sein?

Als absoluter Mindeststandard sollte vom Internetanbieter eine Download-Geschwindigkeit von 6.000 Kbit/s pro Sekunde zugesichert werden. Die meisten modernen DSL-Pakete erfüllen diesen Standard, allerdings muss die zugesagte Leistung nicht immer den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. In ländlichen Regionen, bei denen das Internet noch über die klassische Telefonleitung bezogen wird, kann es zu Schwierigkeiten beim Streamen in Echtzeit kommen. Moderne Anschlüsse, die über Kabel bzw. Glasfaser realisiert werden, sind mit ihren Bandbreiten von 50 oder 100 Mbit/s deutlich besser für das Video on Demand geeignet. Sollte die individuelle Internetverbindung nicht für den Livestream ausreichen, ist ein VoD-Anbieter zu suchen, der den Download der Filme und Serien mit anschließender Betrachtung von der heimischen Festplatte ermöglicht.

Um das Angebot der einzelnen VoD-Anbieter bzgl. der vorausgesetzten Internet-Geschwindigkeit besser zu verstehen, hilft der Überblick über die folgenden Qualitätsstufen:

SD (Standard Definition)

SD bzw. SDTV war über lange Zeit der analoge Standard für die Übertragung von Audio- und Videosignalen. Beim Streaming von Videodateien im Internet ist SD als Qualitätsstufe weiterhin etabliert und für Bildschirmauflösungen bis zu 720 x 480 Pixel ausgelegt. Dieser Standard reicht für VoD-Nutzer mit einem kleinen Bildschirm bzw. einer langsamen Internetverbindung aus, um überhaupt in den Genuss von Film- und Serienstreams in Echtzeit zu gelangen.

HD (High Definition)

HD bzw. HDTV hat sich über das letzte Jahrzehnt als Standard der digitalen Datenübertragung durchgesetzt. Durch die Nutzung höherer Bandbreiten bei der Übermittlung der Bild- und Tonsignale wird eine erstklassige Qualität von bis zu 1920 x 1080 Pixel zugesichert. Wird die genannte Obergrenze bei der Auflösung erreicht, ist die Bezeichnung Full-HD üblich, für Werte unterhalb wie 780 Pixel in der Bildschirmhöhe wird vom einfachen HD gesprochen. Dieser zeitgemäße Standard wird mittlerweile von allen bekannten Anbietern im Bereich Video on Demand erfüllt.

3D

3D bezeichnet eine in den Achtziger Jahren entwickelte Technologie der Bildwiedergabe, die in den letzten Jahren eine echte Renaissance erlebt hat. Ohne eine gesonderte 3D-Brille lassen sich Kinofilme in diesem HD-Format erleben, die mit einem dreidimensionalen Bildeffekt einen realitätsnahen Eindruck erwecken. Damit Filme bei einem VoD-Anbieter in 3D angeschaut werden können, muss das cineastische Werk mit entsprechender Kameratechnik gefilmt worden sein.